AktuellesBesuchsprogramm des FKKM "Gimmeldingen trifft Ayopaya"

 

 
 

         

"Das Recht fließe wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach" (Amos 5,24)
"Baumschulen für Ayopaya" – damit setzten vor 30 Jahren junge Leute aus der kirchlichen Jugendarbeit der Nordpfalz ein Langzeitprojekt in Bewegung. Niemand hatte das damals erwartet oder für möglich gehalten. Der Kampf gegen Unter- und Fehlernährung im Hochland Boliviens und die Unterstützung eines erfolgreichen und bis heute andauernden Aufforstungsprogramms standen am Anfang.
Dass  Armutsbekämpfung mehr ist, als Menschen mit Lebensmitteln satt zu machen, hat uns schon Luther mit seinen Erklärungen zur Bedeutung des Brotes im Vaterunser nahe gebracht: „Täglich Brot“, das meint alles, was der Mensch zum Leben braucht. Was dies in Bezug auf die Situation der Menschen in Ayopaya/Bolivien (und nicht nur dort) bedeutet, war in all den Jahren ein Thema vieler Diskussionen auf Begegnungsreisen des Freundeskreises. Etwas gegen Armut tun heißt vor allem, Menschen in ihren Entfaltungsmöglichkeiten unterstützen, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Gestaltung und Entwicklung ihrer Lebenssituation eröffnen, ihrer Stimme Gehör verschaffen und Zugänge zu Information, Bildung und Politik ermöglichen.
Jährlichen stellen wir etwa 3000 bis 10.000 Euro für sehr unterschiedliche Entwicklungsvorhaben in Ayopaya zur Verfügung. Für Umwelterziehungsprogramme mittels des Bürgerradios „Stimme der Anden“ und für Schulen, ebenso wie für  Maßnahmen bei der Trinkwasserversorgung. Die Verbesserung von Freizeit- und Betreuungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche, die das zwischenzeitlich breite Schulangebot in der Provinzhauptstadt Independencia nutzen,  tragen dazu bei, den Alltag und die langfristigen Perspektiven für die Menschen in der Region Ayopaya zu verbessern. Diesem Ziel fühlt sich der „Freundeskreis Kunan Mink‘a auch in Zukunft verpflichtet und hofft dabei auch auf Ihre Unterstützung - zusammen mit Partnern, Freundinnen und Freunden in Bolivien.

 
 

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Zerbrechliche Auen   
(Text und Musik Favio Coca)


Es wäre schön,
wenn wir alle es schaffen,
uns in diesem Leben zusammen zu tun,
und der Mensch aufhörte,
Gruben zu graben,
in die er morgen selbst hineinfällt
Kinder sollen freie Kinder sein,
frei sein
wir
alle frei


Ich weiß es gibt noch unberührte Auen,
wo die Kinder aufwachsen,
 und morgens saubere Luft atmen können.
Kinder sollen freie Kinder sein,
frei sein
wir
alle frei

Ich habe einmal die Frucht
eines Baumes gegessen,
 den mein Ururgroßvater gepflanzt hat.
Wir - müssen heute an morgen denken,
damit unsere Kinder nicht hungern müssen.
Kinder sollen freie Kinder sein,
frei sein
  wir
alle frei

 

 

 
Nachhaltigkeit, was meint das?

Jeder fragt sich doch manchmal: - Was soll ich tun, was ist das richtige für die Zukunft?  Eine gute Richtschnur ist:
"Handle so, dass das Leben auf der Erde - heute und in Zukunft - in Vielfalt und in Würde  möglich ist." Zu dieser Würde zählen Gesundheitsversorgung, Aner- kennung, Freiheit, Wohnung, Nahrung, Arbeit und einige andere Faktoren. Dazu zählt auch eine  intakte Natur, also der Tier- und Pflanzenschutz. 

Und was bedeutet Partnerschaft?
Parterschaft hat in unserem Fall viel zu tun mit sehr langer Freundschaft. Es ist ein gegenseitiges aufeinander achten und einander helfen, wie es ja auch in dem Quechua-Begriff Kunan Mink´a ausge-drückt wird.


 

Die Provinz Ayopaya

Ayopaya ist eine ländliche Provinz in den Hochtälern der Anden. Die Provinzhaupt- stadt ist Independencia (Unabhängigkeit)
Zur Regenzeit ist die normalerweise sechsstündige Fahrt von Cochabamba aus ein riskantes Unterfangen, das einen ganzen Tag in Anspruch nimmt.  Independencia liegt auf einer Höhe von 2670m. Im Ort leben etwa 2.500 Personen, die Region beherbergt etwa 30.000 Menschen. Die meisten bearbeiten als Kleinbauern (Campesinos) ihre Felder, in Höhen zwischen 2000m und 4000m.